patenschaft


Nicht den Kopf in den Sand stecken - aber unter der Grasnarbe ist es wohl doch sehr interessant...


Ihr beitrag

Sie übernehmen die Patenschaft, vom Ferkel (ca. 25 kg) bis zum ausgewachsenen Schwein (ca. 140 kg).

Das Schwein freut sich nach Absprache über Ihren Besuch, geniesst ansonsten aber Vollpension vom Fachpersonal.

 

Wenn das Tier schlachtreif ist, entscheiden Sie, wie und wozu das Fleisch verarbeitet werden soll.

 

Genauere Informationen auch über Ihren finanziellen Beitrag geben wir Ihnen gerne persönlich.

Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie eine E-Mail.

 

Eine Patenschaft kann man sich auch teilen und sie kann verschenkt werden.


Schweinegeil - erfahrungsbericht


Ich mag Schweine. Sie sind faszinierende Tiere, lustig, frech, intelligent, mit einer sagenhaften Schnüffelnase. Sie mögen kuscheln, toben und können sogar lachen. Sie brauchen den sozialen Kontakt zu anderen Artgenossen, freuen sich aber auch über Streicheleinheiten von mir, dem Menschen.

Ich mag Wurst und Schnitzel und liebe Bockwürste. Wie passt das zusammen?

Gut soweit. Denn ich kaufe beim Landschlachter meines Vertrauen ein. Ich weiß, von wem er die Schweine bezieht, wie er sie verarbeitet. Einziges Manko: Ich habe die Tiere, die mir Genuss bereiten, nie gesehen, denn sie stammen - obwohl sie von einem Landwirt aus der Nachbarschaft kommen - aus abgeschirmter Haltung.

So ist auch mir über die Jahre die Beziehung zum Lebewesen "Schwein" abhanden gekommen. Das Schnitzel liegt in der Auslage des Metzgers, welches Tier dahinter steckt, habe ich schlicht vergessen.

 

Wann habe ich eigentlich das letzte Mal ein klassisches Hausschwein in freier Natur gesehen? Lange ist es her, ich war Kind und wuselte in den Ferien auf dem Bauernhof neben dem Haus meiner Oma herum. Die Schweine rannten dort fröhlich im Freien auf und ab, sie wurden aber auch an Ort und Stelle geschlachtet - für den Eigenbedarf.

Leben, um zu sterben, damit wir etwas zu essen haben - für mich gehört das seit jeher zusammen. Aber ich will, dass die Tiere, die für mich im wahrsten Sinne des Wortes den Kopf hinhalten, bis zu ihrem Tod ein artgerechtes, gutes Leben führen.

Vor vier Monaten sind "Schnitzel" (links im Bild) und "Piggy" auf dem Hof eingezogen. Die beiden Angler Sattelschweine leben mit Weideochsen und jungen Kälbern unter einem Dach, haben einen eigenen, großen Auslauf mit viel Stroh und genießen Vollpension. Sie bekommen Getreide aus eigener Ernte, Kraftfutter und köstliche, vegetarische Reste aus der Küche.

Ich habe die Patenschaft für die beiden grunzenden Zeitgenossen übernommen. Ich miste sie jeden Tag und beschäftige mich mit ihnen. Sie werden ausgiebig geschubbert - "Piggy" macht dabei den größten Buckel, den ich je gesehen habe. Sie hören auf ihre Namen, lieben es, im Stroh nach Apfelstücken und Möhrenresten zu wühlen. In einem Anfall von größtem Glück zerstören sie allerdings auch mal ein Stück Stallwand.

In wenigen Monaten werden die beiden geschlachtet. So ist der Kreislauf. Ich habe ein gutes Gewissen, denn ich weiß: "Piggy" und "Schnitzel" werden bis dahin ein schweinegeiles Leben gehabt haben. Verena (Februar 2018)


Wir sind gespannt, was Sie von unserer Idee halten. Teilen Sie uns und anderen gerne Ihre Meinung mit.

Kommentare: 1
  • #1

    Marion (Donnerstag, 15 März 2018 18:06)

    Die Idee ist klasse. Ich habe "Piggy" und "Schnitzel" kürzlich besucht. Den beiden geht es wirklich prima. Sie sind glückliche Schweine. Nun suche ich nach Mitstreitern für eine Schweinepartnerschaft, denn ein halbes Schwein wäre mir zu viel. Eigentlich ist das doch super für eine Bürogemeinschaft :-) Liebe Grüße